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App-Store-Optimierung (ASO): 10 Tipps, die jeder Verlag beachten muss

Timo Lamour

Timo Lamour

App-Store-Optimierung: 10 Tipps für Verlage Header

Immer mehr Verlage auf der ganzen Welt haben die Macht von Magazin- und Nachrichten-Apps erkannt. Diese Apps bieten die Möglichkeit, mehr Online-Kunden zu erreichen und gleichzeitig das Leseerlebnis der Nutzer zu verbessern.

Jedoch reicht es nicht aus, einfach eine mobile App zu erstellen und zu veröffentlichen. Es gibt etwa zwei Millionen Apps im App Store von Apple und 2,9 Millionen Apps im Google-Play-Store. Es gibt bereits mehr als 3,5 Milliarden Smartphone-Nutzer (und es werden immer mehr), aber die fast vollständige Sättigung der App Stores erschwert es, eine große Anzahl an Nutzern zu erreichen.

Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, einen Plan zu haben, um in einem so wettbewerbsintensiven Umfeld hervorzustechen. In diesem Artikel möchten ich mit Ihnen die App-Store-Optimierung (ASO) untersuchen. Dabei werden ich besonders darauf eingehen, was ASO ist, warum es wichtig ist und Ihnen 10 konkrete Tipps zur Optimierung Ihrer Apps an die Hand geben.



Was ist App-Store-Optimierung?

App-Store-Optimierung ist vergleichbar mit Suchmaschinenoptimierung (SEO), da beide versuchen, die Sichtbarkeit zu maximieren. Das Ziel ist es, sowohl in der Suche als auch beim Durchsuchen bestimmter Kategorien durch die Nutzer besser sichtbar zu werden. Wenn Ihre App besser zu finden ist, können Sie mehr Traffic und insgesamt mehr Downloads erwarten.

Einer der Vorteile der App-Store-Optimierung ist, dass sie kostenlos ist. Im Vergleich zu teurer Social-Media-Werbung oder anderen Marketingkampagnen ist ASO äußerst kostengünstig. Allerdings erfordert ASO ein tiefes Verständnis von der Funktionsweise der App Stores. Als Verlag müssen Sie natürlich Ihre Zielgruppe genau verstehen. Außerdem ist es notwendig, dass Sie die potenziellen Keywörter kennen, die Ihre Leser bei der Suche nach Zeitschriften- und Nachrichten-Apps verwenden.

Im Endeffekt braucht all dies Zeit. Das können Sie nicht einfach ignorieren oder lediglich hoffen, dass alles klappen wird.



Warum ist App-Store-Optimierung wichtig?

Vielleicht fragen Sie sich immer noch, warum App-Store-Optimierung so wichtig ist. Im Wesentlichen läuft es auf die Tatsache hinaus, dass ASO ein effizienter Weg ist, das Kaufverhalten Ihrer Leser wirksam auszunutzen.

Dazu müssen wir uns nur die Statistiken von Google ansehen. Laut einer Studie von Google entdecken 48% der Nutzer Apps durch das Stöbern im App Store. Sie öffnen den Google Play Store und stöbern nach einer App, die ihnen einen Mehrwert bietet. ASO kann dazu beitragen, dass sich Ihre Magazin– oder Nachrichten-App von Konkurrenz-Apps abhebt und es wahrscheinlicher wird, dass neue Nutzer Ihre App durch Stöbern entdecken.

Hier sind die weiteren mehr oder weniger erfolgreichen Methoden, wie potentielle Nutzer neue Apps finden:

App discovery statistics by Google



Unsere Checkliste zur App-Store-Optimierung

Jetzt, da Sie verstehen, warum App-Store-Optimierung so wichtig ist, möchte ich Ihnen eine Checkliste vorstellen, die Ihnen bei Ihrer ASO-Arbeit helfen kann. In dieser Liste haben wir unsere zehn beliebtesten ASO-Tipps zusammengestellt.

Ich möchte Sie ermutigen, sich an diese Ratschläge zu halten, wenn Sie sich mit ASO beschäftigen.



#1: Legen Sie Wert auf den Titel

Der Titel Ihrer App ist besonders wichtig. Er sollte die wichtigsten Keywörter beinhalten, die zur Beschreibung Ihrer App verwendet werden (mehr dazu weiter unten). Außerdem sollte er auch den Wert widerspiegeln, den Sie Ihren Nutzern bieten.

Zwar müssen beide Ziele erreicht werden, aber dabei gibt es ein Problem. Der Name einer App darf maximal 30 Zeichen lang sein. In der Vergangenheit hatten App-Entwickler bis zu 255 Zeichen für einen Titel. Aus diesem Grund stellten viele Entwickler SEO-Spezialisten ein, die Keywörter in den Titel quetschten. Dies ist zwar nicht mehr möglich, aber der Untertitel ist ein Bereich, in dem Sie immer noch relevante Keywörter einfügen können.

Die Faustregel dabei? Verwenden Sie einen eindeutigen Titel, der aussagekräftig ist und vielleicht ein Keywort enthält. Sie können bei Bedarf zusätzliche Details und Keywörter im Untertitel hinzufügen.



#2: Verwenden Sie relevante Keywörter

Incorporate keywords for app store optimisation image

Wie bei SEO sind Keywörter ein äußerst wichtiger Teil der ASO. Um Ihre Suchplatzierungen im Apple App Store und Google Play Store zu verbessern, müssen Sie Ihr Publikum und die von ihm verwendeten Keywörter gut kennen. Daran führt kein Weg vorbei.

Glücklicherweise gibt es mehrere Tools, die helfen können. Da sind zum Beispiel TheTool und App Annie, die Ihnen mit gezielten Keywort-Wortideen zur Seite stehen. Sie können auch bewährte Tools zur allgemeinen Keywort-Recherche wie den Google Keyword Planner verwenden.

Wenn Sie potenzielle Keywörter sammeln, möchten Sie diese auch strategisch einsetzen. Nur ein Beispiel: Wie schon erwähnt gibt es Unterschiede in der Anzahl der verfügbaren Zeichen in den beiden App Stores. Der Apple App Store erlaubt 30 Zeichen im App-Namen, 30 Zeichen im Untertitel und 100 Zeichen im Feld für Keywörter. Der Google-Play-Store erlaubt 30 Zeichen im App-Titel, 80 Zeichen in der Kurzbeschreibung und 4.000 Zeichen in der App-Beschreibung. Denken Sie auch daran, dass Google fast den gesamten Text im Verzeichnis eines App Stores indexiert, während der App Store von Apple weniger wie herkömmliches SEO funktioniert.



#3: Entwickeln Sie ein herausragendes Icon

Ihr visuelles Icon ist äußerst wichtig für Ihre App. Das liegt daran, dass ein potenzieller Nutzer schnell durch viele verschiedene Anwendungen gleichzeitig blättert. Im Wesentlichen sollte das Icon Ihrer Anwendung auffallend, einzigartig und ansprechend sein.

Beachten Sie bei der Gestaltung Ihres Icons mehrere Dinge. Versuchen Sie zunächst, Text in Ihrem Icon zu vermeiden. Bleiben Sie bei Formen und Bildern. Zweitens, stellen Sie sicher, dass Sie lebendige Farben und klare Formen verwenden. Harmonisierende Farben sind besonders gut geeignet. Und schließlich sollten Sie Tests durchführen. Ein A/B-Test kann Ihnen zeigen, welches Icon bei Ihrem Publikum am besten ankommt.



#4: Erstellen Sie eine aussagekräftige Beschreibung

Die Beschreibung Ihrer App ist wie eine sogenannte Landing Page. Und wie beim Entwerfen jeder Landing Page möchten Sie möglichst einfach und prägnant vorgehen. Erklären Sie die einzigartigen Funktionen Ihrer App und versuchen Sie, Fragen, die ein neuer Nutzer haben würde, genau zu beantworten. Stellen Sie zum Beispiel sicher, dass der Benutzer weiß, was Ihre App tut, welches Problem sie löst und warum sie ihren Preis wert ist.

Es gibt einige andere Profi-Tipps, die Sie verwenden sollten. Scheuen Sie sich nicht davor, die Vorteile Ihrer Magazin- oder Nachrichten-App zu betonen. Sagen Sie deutlich, welchen Wert sie für Ihrer Nutzer hat. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie Ihren Text nicht überladen und sich in Details verlieren. Zum Schluss sollten Sie eine klare Handlungsaufforderung verfassen, einen sogenannten CTA (Call-to-Action).



#5: Fügen Sie hochwertige Screenshots und Videos hinzu

Auch wenn sie keine direkte Auswirkung auf Downloads haben, können qualitativ hochwertige Screenshots und Videos den potenziellen Nutzern den Wert Ihrer Anwendung zeigen. Die ersten zwei bis drei Screenshots erscheinen in der Galerie beim Laden der Seite. Sie können auch zusätzliche Screenshots hochladen (fünf für eine iOS-App und acht für eine Android-App). 

Auch Videos sind eine gute Möglichkeit, Ihre App zu präsentieren. Im Apple App Store können Sie 30-Sekunden-Videos hochladen, die als App-Vorschau dienen. Sie sollten die Vorteile und Funktionen Ihrer App zeigen. Wenn Sie wollen, können Sie hier ruhig Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Schlüpfen Sie in die Rolle des potenziellen Nutzers und zeigen Sie ihm, warum sich Ihre App für ihn lohnt.



#6: Wählen Sie die richtige Kategorie

Auch wenn Kategorien nicht unbedingt im Vordergrund stehen, so sind sie doch eine wichtige Möglichkeit für Leser, Sie zu finden. Wenn Sie Ihr Magazin oder Ihre Nachrichten-App in der richtigen Kategorie für beide App Stores platzieren, ist das hilfreich für Ihre Nutzer.

Natürlich werden Sie die Kategorie auswählen wollen, die Ihre App am besten repräsentiert. Sie können hier jedoch auch strategisch vorgehen. Finden Sie heraus, wie viele Apps in jeder Kategorie vorhanden sind, und wählen Sie die am besten geeignete Kategorie, die am wenigsten wettbewerbsfähig ist. Es kann einige Zeit dauern, die Kategorien zu durchsuchen und Ihre Konkurrenz zu begutachten. Es ist jedoch ein einfacher Weg, um in der Rangliste nach oben zu gelangen.



#7: Kümmern Sie sich um Bewertungen

Mit einfachen Worten: Bewertungen können viel erreichen. Positive Bewertungen und ausführliche Rezensionen können Ihre App in der Rangliste nach oben bringen. Sie wollen sich hier sowohl auf Qualität als auch auf Quantität konzentrieren. 

Wie schaffen Sie das? Sie können Nutzer über Push-Benachrichtigungen um Bewertungen bitten. In-App-Popup-Benachrichtigungen sind eine weitere Möglichkeit. Allerdings gibt es hier einen schmalen Grat. Denn sie möchten bestimmt nicht zu aufdringlich oder lästig rüberkommen. Es ist oft empfehlenswert, eine Benachrichtigung erst dann erscheinen zu lassen, wenn der Nutzer Ihre App mehrmals geöffnet hat. Das ist ein Signal, dass er vielleicht eher eine positive Bewertung abgeben wird.



#8: Denken Sie an Werbung außerhalb des App Stores

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Die On-Page-Optimierung ist nur ein Werkzeug in Ihrem Toolkit. Möglicherweise möchten Sie auch in externe Werbung investieren, um die Download-Zahlen anzukurbeln. 

Bevor Sie dies tun, sollten Sie jedoch einige Dinge beachten. Stellen Sie sicher, dass es für App-Nutzer einfach und lohnend ist, App-Inhalte in sozialen Medien zu teilen. Mundpropaganda ist etwas, das oft übersehen wird, dennoch kann sie ein äußerst wirksames Mittel sein, um Ihre App erfolgreich zu machen. Außerdem kann eine Werbekampagne für Ihre App vor dem geplanten Veröffentlichungstermin eine sehr großes Interesse erzeugen.



#9: Nutzen Sie Analytics

Ich empfehle Ihnen, ein Tool wie Google Firebase zu verwenden, um die Leistung Ihrer App in beiden App Stores zu verfolgen. Google Firebase ist eine hervorragende Plattform, die eine Fülle von wichtigen Daten liefert. So können Sie beispielsweise sehen, wo Ihre App im Vergleich zur Konkurrenz steht. Mit diesen Informationen in der Hand können Sie das Ranking Ihres App Stores weiter verbessern.

Außerdem kann Google Firebase Fehler aufdecken, die Sie bei der Vermarktung Ihres Magazins oder Ihrer Nachrichten-App machen. Ich ermutige Sie, sich bei der weiteren Vermarktung Ihrer mobilen App auf zahlenbasierte Fakten zu verlassen.

 

#10: Aktualisieren Sie Ihre App regelmäßig

Zu guter Letzt möchte ich Ihnen empfehlen, Ihre App häufig zu aktualisieren. Tatsache ist, dass mobile Kunden nach Apps suchen, die ständig verbessert werden. Man geht davon aus, dass Apps, die häufig aktualisiert werden, einen höheren Mehrwert bieten. Außerdem führen regelmäßige Updates auch zu mehr Bewertungen.

Fügen Sie bei Bedarf neue Funktionen hinzu. Es sei mal dahingestellt, ob Sie Ihre Kunden zum Download des neuen Updates drängen sollten oder nicht. Es steht jedoch fest, dass Apple und Google regelmäßige Aktualisierung mögen und das mit einem besseren Ranking belohnen.



Fazit

App-Store-Optimierung ist zu wichtig, als dass Sie es sich leisten könnten darauf zu verzichten. Dafür gibt es einfach viel zu viele Apps. Letztendlich ist es aber auch ein fortlaufender Prozess. Es werden nicht nur ständig neue Apps zu den beiden großen App Stores hinzugefügt, sondern auch die Algorithmen der App Stores ändern sich.

Wenn Sie sich jedoch an diese Checkliste halten, sind Sie in einer hervorragenden Position, um die Platzierung Ihrer Apps im App Store zu verbessern. Setzen Sie diese Tipps um und arbeiten Sie stetig an Ihrem Ranking. Auf diese Weise werden Sie von den Ergebnissen überrascht sein.

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