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Wie KI Redaktionsteams alltägliche Aufgaben abnehmen kann

Esra Celebi

Esra Celebi

Wie KI Redaktionsteams alltägliche Aufgaben abnehmen kann

Künstliche Intelligenz hat sich in der Medienbranche durchgesetzt und ihr Einfluss steigt stetig. Sie revolutioniert Schritt für Schritt die Inhaltserstellung, die Benutzererfahrung, Video-Workflows, SEO, digitales Marketing und viele weitere Bereiche.

Einige der Big Player der Medienbranche, wie BBC oder die New York Times, haben dies bereits vor einiger Zeit erkannt. Diese großen Player nutzen bereits viele der Möglichkeiten, die KI ihnen bietet. 

In den meisten Fällen wird KI bei der Entwicklung und Veröffentlichung von Inhalten eingesetzt, was eine große Kostenersparnis für die Unternehmen bedeutet.

Meiner Meinung nach erschwert jedoch gerade der KI-Hype vielen Verlagen die Identifizierung derjenigen Bereiche, in denen KI sie am besten unterstützen kann.

Deshalb möchte ich in diesem Artikel erklären, was KI für Verlage bedeutet und wie sie davon profitieren können.

Dabei gehe ich auf die folgenden Punkte ein:

  1. Was bedeutet KI?
  2. Verlage und KI
  3. Verwendung von KI bei der Suche nach Inhalten
  4. Verwendung von KI bei der Erstellung von Inhalten
  5. Verwendung von KI bei der Veröffentlichung von Inhalten


Was bedeutet KI?

Da es viel Wirbel um dieses Thema gibt, möchte ich sicherstellen, dass wir auf dem gleichen Stand sind, wenn es um die Definition von KI geht.

KI oder Künstliche Intelligenz ist ein Bestandteil der Informatik. Dabei geht es um das Erschaffen intelligenter Maschinen und Systeme, die dazu in der Lage sind, eine Aufgabe zu erfüllen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordert.


Machine Learning

Wenn es um künstliche Intelligenz geht, gibt es zwei Stichworte: Machine Learning und Deep Learning.

Algorithmen des Machine Learning verwenden Statistiken, um Muster in großen Datenmengen zu finden. Diese Daten umfassen viele Dinge – Zahlen, Wörter, Bilder, Klicks. Wenn etwas digital gespeichert werden kann, dann kann es ein Machine-Learning-Algorithmus verarbeiten.

Video-Streaming-Plattformen nutzen diese Technologie beispielsweise, um den Nutzern neue Videos zu empfehlen. Machine Learning erfordert viel Mathematik und Code, um die geforderte Leistung zu erbringen. Dennoch funktioniert dieses Verfahren meistens nicht, da nicht genügend Daten verfügbar sind.


Deep Learning

Richtig spannend wird es, wenn Maschinen selbst lernen. In diesem Fall sprechen wir von Deep Learning. Deep Learning ist ein Teilbereich des Machine Learning.

Während beim Machine Learning ein Programmierer eingreifen muss, um Anpassungen vorzunehmen, urteilen beim Deep Learning die Algorithmen selbst, ob eine Prognose richtig oder falsch ist. Der Computer lernt aus Erfahrung.

Deep Learning ist heutzutage beispielsweise bereits in fahrerlosen Autos zu sehen, wo es von seiner Umgebung lernt und Entscheidungen auf der Grundlage von Erfahrungen trifft. Einige Deep Learning Modelle sind auf Straßenschilder spezialisiert, während andere darauf ausgerichtet sind Fußgänger zu erkennen.

Das klingt alles spannend, aber warum sollten sich Verlage für diese Art von Technologie interessieren?

The impact of AI on Industry Growth (Publishing & Media)

Verlage und KI

Die Auswirkungen von KI reichen von der Inhaltserstellung über User Experience, SEO bis hin zu digitalem Marketing. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es das Potenzial hat, Ihren Redakteure zu helfen, deutlich produktiver, kreativer und effizienter zu sein.

Heute haben Redakteure neben ihren Hauptaufgaben, Recherche und Schreiben, eine Vielzahl weiterer Aufgaben.

Die KI kann die einfachen alltäglichen Aktionen übernehmen, die Ihre Redakteure wahrscheinlich eher als störend empfinden. Zum Beispiel Keyword-Recherche, Performance-Optimierung und Distribution. Dies ermöglicht es Ihren Autoren, sich wieder auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren.

“Ich möchte, dass ein Redakteur eine Idee kreiert – sie durch Bilder, Worte, Ereignisse oder Videos entwickelt und ich möchte, dass er das in seiner reinsten Form tut.”

Jon Watkins, Media Berater

In den nächsten Abschnitten werde Sie anhand von realen Anwendungsfällen sehen, wie Content Intelligenz Verlage unterstützen kann.


Verwendung von KI bei der Suche nach Inhalten

Die richtigen Themen zu finden, ist sicherlich eine der großen Herausforderungen für Ihre Redaktion. Es ist jedoch keine große Herausforderung für eine Künstliche Intelligenz. Sie kann zum Beispiel Muster in Daten in einer Größenordnung verarbeiten und interpretieren, die für Menschen unerreichbar ist.

Dies macht sie zu einer unverzichtbaren Ergänzung für jeden Content-Strategen, da die KI Informationen aus unstrukturierten Daten liefern kann, die zum Treffen von fundierten Entscheidungen benötigt werden.

Der rote Faden, der sich durch alles zieht: KI kann wichtige Erkenntnisse automatisch, in riesigem Umfang und auf eine Weise liefern, die Sie problemlos mit anderen Abteilungen in Ihrem Unternehmen teilen können.

Ohne diese Art von Technologie könnten Sie nur mit der Unterstützung von Hunderten von Analysten und einem unbegrenzten Budget ein ähnliches Ergebnis erzielen.

Die KI hilft vor allem Redaktionen bei Tätigkeiten wie:

  • Schlagzeilen-Analyse
  • Saisonale Themenempfehlungen
  • Finden von heißen Themen im Zusammenhang mit Ihrer Content-Domain
  • Bilderkennung und visuelle Suche
  • Zielgruppenansprache und Segmentierung


Verwendung von KI bei der Erstellung von Inhalten

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial Verlage auch bei der Erstellung von Inhalten zu unterstützen. Ich möchte Ihnen an zwei Beispielen zeigen wie.


Automatisiertes Text-Tagging

Bei der Erstellung eines Artikels müssen sich Verlage in der Regel entweder auf das automatisierte Tagging im CMS verlassen oder Tags manuell hinzufügen.

Es gibt jedoch intelligentere Alternativen wie Editor, eine selbstlernende Plattform für die Textbearbeitung von der New York Times. Editor markiert automatisch den Text und erstellt Anmerkungen basierend auf Informationen, die über eine Reihe von Netzwerken gesammelt wurden.

Screenshot of Editor, a self-learning interface for text editing by The New York Times


Übersetzung von Inhalten

Die meisten internationalen Nachrichtenagenturen versuchen ein breiteres Publikum in allen Ländern und Sprachen zu gewinnen. Hier wird die Übersetzung und Anpassung von Inhalten zur Herausforderung.

Trotz der Tatsache, dass automatisierte Übersetzungssoftware wie Google Translate und Deepl seit Jahren auf dem Markt ist, entspricht der Stil der Sprache selten hohen Standards und enthält Fehler. Dennoch gibt es EurActiv.com, eine mehrsprachige Nachrichten-Plattform, die seit ihrer Gründung mit automatisierter Inhaltsübersetzung experimentiert.

Screenshot of EurActiv.com, a multilingual policy news website

Erst vor zwei Jahren begann das Unternehmen, eine KI-basierte Technologie der Firma Tilde zur Optimierung ihrer Prozesse einzusetzen. Das System analysiert Zehntausende von hochgeladenen Artikeln und die dazugehörigen von Menschen angefertigten Übersetzungen. Diese stimmt sie dann mit dem offiziellen Style Guide ab, um genau die Sprache zu lernen, die dem Stil der Website entspricht.


Weitere Anwendungsbereiche

Andere Bereiche, in denen die KI bei der Erstellung von Inhalten hilft, sind:

  • Hinzufügen von Trend-Keywords
  • Suchen von Synonymen
  • Stimmungsanalyse
  • Grammatikprüfung
  • Bilderkennung
  • Automatisiertes Reporting
  • Umformatierung von Artikeln
  • Inhaltsmoderation


Verwendung von KI bei der Veröffentlichung von Inhalten

Traditionell ist Content Management für Verlage ein ernsthaftes Problem. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz können Sie auch Ihren Publishing-Prozess automatisieren.

Durch die Automatisierung und Optimierung von Verlinkungen zwischen Artikeln kann die Zeit, die für diese Routinetätigkeit verwendet wird, reduziert werden. Sie kann auch zur Optimierung von Affiliate-Verknüpfungen verwendet werden, indem Inhalte wie Bilder, Audio, Videos und Texte analysiert werden. 

Interessant ist natürlich, dass Künstliche Intelligenz diese Art von Aufgaben millionenfach schneller und besser erledigen kann als jeder Mensch.

Außerdem spielt SEO seit Jahren eine immer wichtigere Rolle. Ohne z.B. die richtigen Metadaten haben Ihre Inhalte eine geringere Chance, online gefunden zu werden. Diese SEO-Herausforderungen lassen sich kaum allein bewältigen. Auch hier gilt: Alles, was nicht kreativ ist, kann von KI gemacht werden.

Die folgende Grafik zeigt die durchschnittliche Zeit, die für die essentielle, aber zuweilen nervende Aufgabe der Keyword-Recherche aufgewendet wurde, basierend auf der Größe der jeweiligen Website.

Chart: Time spent on keyword research


Fazit

KI bietet Verlagen viele Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten. Aufgrund der Komplexität des Themas und der Scheu vor neuen Technologien sind Verlage meist überfordert und neigen dazu das Thema auszusitzen.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, einfach mal loszulegen, um dann auszuwerten, wie es lief.

Jedes Unternehmen ist anders. Basierend auf Ihren Erfahrungen können Sie dann entscheiden, ob und wie Sie weiterhin KI-gesteuerte Technologien einsetzen wollen. Wichtig ist allerdings, dass die Einführung schrittweise passiert.

Noch kurz zu dem Thema, ob KI Menschen ersetzen könnte: Ich glaube, dass Menschen in kreativen Bereichen niemals durch Software ersetzt werden können, da gerade die menschliche Kreativität ein unersetzliches Puzzleteil bei der Erstellung wertvoller Inhalte ist.

Ich denke Redaktionsteams sollten keine Zeit damit verbringen, Produkte zu verlinken oder Artikel hochzuladen. Das kann KI. So können menschliche Autoren von KI unterstützt werden, wodurch redaktionelle Tätigkeiten einfacher und die durchschnittliche Qualität der Artikel wahrscheinlich noch besser werden.

“Die KI sollte eine Erweiterung Ihres Teams sein. Sie sollte nicht Ihr Team sein.”

Hanifa Dungarwalla, Group Digital Marketing Manager bei Bauer Media

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